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Parmaschinken

Parmaschinken gilt als der König unter den Schinken, außerdem steht er für das italienische Qualitätsprodukt schlechthin. Wie der Name schon sagt kommt der Prosciutto di Parma aus der Region Parma in der italienischen Region Emilia Romagna, wo er mit dem europäischen DOP-Siegel für eine geschützte Ursprungsbezeichnung versehen ist. Parmaschinken kann mehr, als nur Antipasti. Hier erfährst du alles über Parmaschinken, was du wissen musst! Parmaschinken

Parmaschinken – ein echtes Qualitätsprodukt aus dem kulinarischen Herzen Italiens

Ob frisch aus dem Ofen, auf der leckeren Pizza mit Mozzarella und Rucola, in cremigen Nudelgerichten, auf dem Panini oder um die Melone gewickelt – wer schon einmal echten parmaschinkenParmaschinken gegessen hat, lässt andere Sorten dieser Gattung schnell links liegen. Ausgewogen, nicht zu mild, aber auch nicht zu würzig, rosa-rot in der Farbgebung und mit einer dezenten Fettmaserung ist die feine Spezialität aus der italienischen Provinz Parma eine Genuss-Offenbarung, der sich kein Schinken-Liebhaber entziehen kann!

Aber wie wird der Schinken eigentlich genau hergestellt und woran erkennt man eine gute Qualität? Was hat es mit dem sogenannten DOP-Siegel auf sich? Wenn du dir diese Fragen gerade stellst, dann lies‘ einfach weiter – denn in diesem Artikel erfährst du alles, was du schon immer über Parmaschinken wissen wolltest!

 

Was ist Parmaschinken?

Bevor wir tiefer in die Geschichte und die Herstellung des Parmaschinkens einsteigen, soll natürlich erstmal die dringlichste Frage beantwortet werden: was ist Parmaschinken denn nun genau? Parmaschinken ist ein luftgetrockneter Schinken, für welchen nur das Fleisch ganz bestimmter, genau festgelegter Schweinerassen verwendet werden darf. Sein Reifungsprozess umfasst mindestens ein Jahr, wodurch sich sein aromatischer Geschmack uneingeschränkt entfalten kann. Ebenfalls wird die Qualität des Parmaschinkens durch die geschützte Ursprungsbezeichnung der EU (DOP, Abkürzung für „Denominazione d'origine protetta“, zu Deutsch: „geschützte Ursprungsbezeichnung“) sichergestellt.

Mit insgesamt 444.000 Schinken (Zahlen beziehen sich auf das Jahr 2014) ist Deutschland der international größte Abnehmer der italienischen Spezialität, dicht gefolgt von Frankreich mit 436.000 Schinken. Im gleichen Jahr wurden weltweit insgesamt 8,8 Millionen Parmaschinken verkauft.

 

 

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Eine Delikatesse mit Geschichte: Rom, Paris und die ganze Welt!

Bereits den alten Römer hat der Schinken aus Parma gut geschmeckt: schon im 3. Jahrhundert v. Chr. wurden die Keulen des Schweins mit Salz haltbar gemacht und so bereits Parmaschinkens hergestellt. Insbesondere die Gallier kannten sich mit seiner Herstellung sehr gut aus – sie versorgten ganz Rom mit ihren leckeren Schinken. Dies beweisen zum Beispiel auch die Reliefs an der Kathedrale zu Reims – hier kann man nämlich unter anderem sämtliche Schritte der Schinkenverarbeitung bestaunen. Auch Hannibal, der große Bezwinger der Römer, soll gefallen an deren gesalzenen Schweinekeulen gefunden haben.

Im 18. und 19. Jahrhundert wurde die Schinkenproduktion besonders durch die in Genua ansässigen Korsaren angetrieben, welche regelmäßig zu langen Beutezügen in See stachen. Hierfür benötigten sie Lebensmittel, welche eine hohe Haltbarkeit mit sich brachten und entdeckten so den schmackhaften Parmaschinken für sich, der durch das Trocknen und Salzen genau ihrem Kriterium entsprach – nämlich monatelang genießbar zu bleiben.

Leider gibt es keine genauen Quellen dazu, wie der Parmaschinken die übrigen Teile Europas eroberte. Aus Paris ist jedoch bekannt, dass dessen Einwohner bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts gerne die Schinken des Produzenten Loderingo Bonanni aus Langhirano aßen.

 

Die Heimat des Schinkens: die Provinz Parma

parmaschinkenDie italienische Provinz Parma (auf Italienisch: „Provincia di Parma“, welche neben dem gleichnamigen Schinken auch noch viele weitere Delikatessen, wie etwa den beliebten Parmesankäse, hervorgebracht hat, ist Teil der Region Emilia-Romagna. Die Provinz hat insgesamt etwa 447.779 Einwohner, von denen um 187.938 Menschen in der gleichnamigen Hauptstadt wohnen. Die Fläche der Provinz beträgt 3.449 km². Parma grenzt an die Lombardei, die Reggio Emilia, die Toskana, Ligurien, Piacenza.

Landschaftlich wird die Provinz Parma durch den Fluss Po sowie den Bergkamm des Apennins und eine große Anzahl von Seen geprägt – so entsteht ein besonderes Klima, welches gleichermaßen von der Meeres- und der Bergluft getragen wird und, welches, wie wir später noch sehen werden, eine tragende Rolle in Bezug auf den Reifungsprozess und die Qualiät des Parmaschinkens erhält.

 

Die Herstellung: ganz besondere Schweine, Salzmeister und Lufttrocknung in der Reifehalle

Nur das Fleisch bestimmter Schweinearten ist für die Produktion von Parmaschinken zugelassen. Diese tragen klangvolle Namen, wie zum Beispiel „Duroc“, „Large White“ und „Landrance“. Außerdem dürfen die Tiere lediglich aus vorgeschriebenen Regionen in Nord- und Mittelitalien, nämlich aus Venetien, Emilia-Romagna, Piemont, Lombardei, Molise, Umbrien, Abruzzen, Toskana, Marken, und Latium kommen.

Neben Rasse und Herkunft ist auch das Futter der Schweine genau reglementiert: so werden sie ausschließlich mit Gerste und Mais gefüttert und bekommen eine Molke, die bei der Parmesanherstellung als Nebenprodukt anfällt, zu trinken. Zum Zeitpunkt der Schlachtung müssen die Schweine ein Mindestgewicht von 140 kg erreicht haben und mehr als neun Monate alt sein.

Die Herstellung von Parmaschinken erfolgt seit Jahrhunderten nach einem unveränderten Prinzip. Im Anschluss an die Schlachtung der Tiere reibt der sogenannte „Salzmeister“ die rohen Keulen, welche je ein ungefähres Gewicht von 15 kg aufweisen, sorgsam mit frischem Meersalz ein. Verglichen mit anderen Schinkenarten wird Salz bei der Parmaschinken-Produktion jedoch vergleichsweise nur sehr dezent verwendet, wodurch sich beim Endprodukt auch sein ausgewogenes, mild-würziges Aroma ergibt.

Nach der Salzung muss die Keule erstmal ruhen – und das für ganze 100 Tage, in welchen der angehende Schinken genügend Zeit erhält, das Salz in sich aufzunehmen und währenddessen gleichzeitig Wasser abzugeben. Das überschüssige Salz wird nach der Ruhezeit wieder entfernt, in dem es einfach vorsichtig abgewaschen wird.

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Im nächsten Schritt werden die gesalzenen Schweinekeulen zum finalen Trocknen aufgehängt. Dies geschieht in besonderen, eigens für den Parmaschinken gebauten Reifehallen. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie parallel liegende Fenster haben, wodurch ein permanenter Luftzug auf die Keulen gewährleistet ist.

So entweicht noch mehr Wasser und der werdende Schinken kann weiter trocknen, wodurch er immer mehr Würze entwickelt. Ebenfalls sorgt die spezielle Luftzirkulation in den Reifehallen für eine stete Zufuhr von frischer Meeres- und Bergluft, was sich weiterhin positiv auf Aroma des fertigen Schinkens auswirkt.

Auch die Luftfeuchtigkeit trägt enorm dazu bei, dass das Fleisch seinen charakteristischen Geschmack weiter entfalten kann. Um ein zu intensives Austrocknen zu unterbinden, wird die Keule erneut, diesmal mit einer Mischung aus Salz und Schmalz, eingerieben. Manche Schinken werden zu einem späteren Zeitpunkt zusätzlich auch noch mit Gewürzen behandelt, um ihnen ein anderes Aroma zu verleihen.

Die finale Reifezeit von Parmaschinken beträgt mindestens ein Jahr, er kann allerdings auch bis zu drei Jahren reifen. Ist er mehr als zwei Jahre lang gereift, wird der Schinken als „Gran Riserva“ bezeichnet.

Schließlich ist es soweit: der fertige Schinken wird einer genauen Prüfung unterzogen, um sicherzustellen, dass er sich die Bezeichnung „Prosciutto di Parma“ auch wirklich verdient hat. Hierzu tritt der italienische Verband der Hersteller von Parmaschinken, das sogenannte „Consorzio del Prosciutto di Parma“, auf den Plan. Es schickt einen unabhängigen Prüfer direkt in die Reifehallen, welcher mit einem sehr speziellen Werkzeug, einem spitzen Pferdeknochen, an fünf verschiedenen, genau vorgeschriebenen Stellen des Schinkens einsticht, um diesen auf seine Konsistenz sowie seinen Geruch hin zu beurteilen.

Sind beide Kriterien zur vollen Zufriedenheit des Prüfers erfüllt, bekommt der Parmaschinken den Qualitätsstempel aufgebrannt, eine fünfzackige Krone, unter welcher das Wort „Parma“ zu lesen ist.

 

Das DOP-Siegel

parmaschinkenAls „Parmaschinken“ darf nur ein Schinken bezeichnet werden, welcher ausschließlich im italienischen Parma hergestellt wurde. Nicht nur muss das Fleisch für den Schinken von bestimmten Tieren stammen, ebenso dürfen diese auch nur in einem bestimmten, genau begrenzten Territorium aufgezogen worden sein.

Das sind die Anforderungen, welche erfüllt sein müssen, damit das Produkt die geschützte Ursprungsbezeichnung der EU, das sogenannte DOP-Siegel verliehen bekommen darf. Auch die Arbeitsschritte des Schneidens und Verpackens müssen in Parma stattfinden, wofür das „Consorzio del Prosciutto di Parma“ Sorge trägt. Bei der Krone mit den fünf Zacken und der Schriftzug „Parma“, welche der ganze Schinken auf der Schwarte oder das SB-Produkt auf der Verpackung trägt, handelt es sich um die Krone des Herzogtums Parma.

 

Festigkeit und Geschmack

Die Konsistenz von Parmaschinken sollte leicht fest sein. Geschmacklich changiert das Qualitätsprodukt zwischen milden- sowie würzigen Anteilen, welche sich zu einem perfekten, vollmundigen Geschmack verbinden. Am besten kann sein Aroma dann beurteilt werden, wenn er in hauchdünne Scheiben geschnitten probiert wird.

 

Qualität erkennen

Ob es sich um ein erstklassigen Schinken handelt, kann man natürlich vor allem am Geschmackserlebnis sowie der Konsistenz erkennen – wenn man jedoch vor einer Kaufentscheidung steht, hilft das wenig weiter. Qualität lässt sich aber dennoch an einigen anderen Merkmalen überprüfen – so sollte man zum Beispiel zunächst erst einmal testen, ob als Herkunft des Schinkens tatsächlich die Provinz Parma angegeben ist. Ebenfalls sollte ein echter Parmaschinken natürlich das oben beschriebene Brandsiegel, die eingebrannte, fünfzackige Krone mit dem Schriftzug „Parma“ tragen – falls es sich nicht um einen ganzen Schinken, sondern ein SB-Produkt handelt, sollte das Zeichen sich zumindest auf der Verpackung wiederfinden.

Auch hat ein echter Parmaschinken natürlich seinen Preis – zu geringe Kosten für die Ware deuten somit ebenfalls auf ein minderwertiges Produkt hin.

 

Haltbarkeit und Lagerung: Tipps und Tricks für zu Hause

Der langwierige Herstellungsprozess nimmt es eigentlich schon vorweg: Parmaschinken hat, insbesondere durch die Behandlung mit Salz sowie die lange Trockenphase, eine sehr gute Haltbarkeit. Sogar ohne Kühlung kann er sich wochenlang halten. In einem entsprechend temperierten Keller kann er sogar bis zu vier Monaten eingelagert werden – dazu sollte der Schinken am besten ein entsprechend großes Tuch, am besten aus Baumwolle oder Leinen, oder einfach in Küchenpapier, gehüllt werden.

Ist kein Keller vorhanden, kann man den Parmaschinken selbstverständlich auch im Kühlschrank aufbewahren. Dazu kann dieser entweder in der gleichen Art verpackt werden oder einfach auf einen großen Teller gelegt und von Zeit zu Zeit mit einem guten Olivenöl bestrichen werden, um sein Aroma zu schützen.

Bereits aufgeschnittener Schinken sollte stets im Kühlschrank gelagert werden, am besten in Wachs- oder Küchenpapier eingeschlagen. Da Parmaschinken nicht luftdicht verschlossen aufbewahrt werden darf, da er sonst nicht nur an Aroma verliert, sondern auch schneller schlecht werden kann, eignen sich Frischhaltefolie und fest schließende Dosen nicht zur Aufbewahrung.

Vor dem Genuss: Parmaschinken benötigt eine gewisse Temperatur, um sein volles Aroma entfalten zu können – daher sollte er etwa eine Stunde vor dem Verzehr aus dem Kühlschrank genommen werden.

 

Richtig schneiden – gewusst wie!

Wenn der Parmaschinken industriell geschnitten wird, wird dazu nicht die üblicherweise für Schinken verwendete Maschine gebraucht, da deren Messer sich zu schnell bewegen. Durch die so entstehende Reibungshitze würde das Fett im Schinken verbrennen, was sich natürlich äußerst schlecht auf Qualität wie Geschmack auswirken würde. Daher benutzt man stattdessen eine speziell für den Parmaschinken geschaffene Gerätschaft, bei der mit einer Handkurbel gearbeitet wird und die Schnelligkeit so manuell bestimmt werden kann.

Wenn der Parmaschinken zu Hause von Hand geschnitten wird, fällt diese Fehlerquelle natürlich weg. Am besten schmeckt er jedoch, wenn man ihn hauchdünn schneidet – und das erfordert entweder industrielle Maschinen oder sehr viel Übung.

 

Gesundheitliches, Nährwerte & Allergene

Schinken, so auch die Variante aus Parma, zählen zu den kalorienärmeren Wurstwaren. Wenn man den Fettrand entfernt, behält das Produkt so nur etwa 140 Kalorien auf 100g (davon etwa 2g Fett) zurück. Selbst mit Fett beläuft sich die Kalorienanzahl lediglich auf 240 (davon etwa 14g Fett).

Ganz ohne Kohlenhydrate, dafür jedoch mit satten 27g Eiweiß pro 100g ist der Schinken zudem bestens für eine Low-Carb-Mahlzeiten oder einfach eine bewusste Ernährung geeignet. Ein weiterer gesundheitlicher Pluspunkt des Parmas sind sein hoher Eisen- sowie Vitamin-B-Gehalt.

Und keine Sorge: dadurch, dass Parmaschinken lediglich an der Luft trocknet und so nicht geräuchert werden muss, bildet er keinerlei Stoffe aus, die im Verdacht stehen, Krebs zu erregen.

Allergene, wie etwa Soja, verschiedene Nussarten oder Rückstände von Fisch und Krustentieren sind im Parmaschinken in der Regel nicht zu finden. Bei Unklarheiten: einfach beim Metzger oder an der Fleischtheke nachfragen – die Fachleute wissen in jedem Fall Bescheid!

 

Als Alternative: San-Daniele-Schinken und Co.

Parmaschinken ist ein echtes kulinarisches Highlight! Einmal auf den Geschmack gekommen möchte man am liebsten nie wieder anderen Schinken essen – das wäre allerdings sehr schade, denn es gibt noch weitere hochwertige Sorten, an denen der Parma-Fan ebenfalls großen Gefallen finden sollte!

 

San-Daniele-Schinken

Bei San-Daniele-Schinken (italienisch: „Prosciutto di San Daniele“) handelt es sich ebenfalls um eine luftgetrocknete, italienische Delikatesse, welcher Parmaschinken geschmacklich recht nahe kommt. Geschmacklich weist der San Daniele jedoch eine süßliche Komponente auf, welche dem Parmaschinken fehlt. Der Name des Schinkens ist jener seines Herkunftsortes, welcher im Friaul gelegen ist.

parmaschinkenDer Schinken wird ebenfalls aus dem Fleisch einiger der für den Parmaschinken zugelassenen Schweinearten hergestellt, darf aber im Gegensatz zu diesem in zehn verschiedenen Regionen Italiens produziert werden. Die Reifungszeit des San Daniele beträgt ein Jahr.

Die Qualität des Schinkens wird gleicherweise durch eine geschützte Ursprungsbezeichnung (DOP) sichergestellt – nur unter bestimmten Auflagen darf er als „Prosciutto di San Daniele“ vertrieben werden. Dies kann man an einem Brandzeichen in Form eines kleinen Schinkens erkennen, welcher die Buchstaben „SD“ enthält, sowie dem DOP-Siegel („Denominazione d'origine protetta“) und einer Datumsangabe erkennen, welche sich auf dem Schinken selbst oder aber dessen Verpackung befinden müssen.

 

Culatello di Zibello

Culatello di Zibello ist eine Schinkensorte, welcher ebenfalls unweit der Stadt Parma zu Hause ist. Das Besondere: er wird aus dem Fleisch zweier schwarzer Schweinerassen, namentlich „Mora Romagnola“ sowie „Nero di Parma“ (oder auch: „Nera Parmigiana“), hergestellt. Diese werden in der freien Natur gehalten und ernähren sich so neben Mais ausschließlich von Kastanien und Eicheln, was sich äußerst positiv auf das Aroma des Schinkens niederschlägt.

Der Culatello di Zibello reift zwischen zehn bis 14 Monaten unter ähnlichen Bedingungen wie der Parmaschinken. Zudem wird er vor der Reifezeit mit Rotwein und Knoblauch behandelt, wodurch sein natürliches Aroma perfekt ergänzt und unterstrichen wird. Seinen charakteristischen Geschmack erhält der Schinken durch enzymbildenden Edelschimmel, welcher von den Wänden des Raumes auf die Culatelli übergreift. Auch die Qualität dieses Schinkens wird durch ein DOP-Siegel ausgezeichnet.

 

Prosciutto etrusco

Etwas würziger kommt der Prosciutto etrusco daher – dieser stammt aus der Toskana, genauer gesagt dem Tal Val di Chiana, und wird aus dem Fleisch zum Teil wild lebender Schweine gefertigt. Seine Reifungsdauer beträgt zwei Jahre, bei welcher, wie auch bei den anderen Schinkensorten, ebenfalls für eine aromasteigernde Luftzirkulation gesorgt wird. Zudem wird auch der etruskische Schinken von Hand gesalzen. Geschmacklich ist er pikant bis würzig und zeichnet sich durch eine besondere Saftigkeit aus.

 

Prosciutto di cinghiale

Wer Parmaschinken und die Schinken halbwild gehaltener Schweine zu schätzen weiß, der wird ihn lieben: die Rede ist vom Prosciutto di cinghale, dem aromatischen Schinken des Wildschweins. Dieser stammt meist aus waldreichen italienischen Gebieten, wie zum Beispiel Umbrien. Geschmacklich kann er, auch je nach Jahreszeit, mild bis intensiv und würzig schmecken. Zart in der Konsistenz und herrlich rot in der Farbgebung ist der Wildschweinschinken ein echtes Geschmackserlebnis. Bei Prosciutto di cinghiale handelt es sich ebenfalls zumeist um einen luftgetrockneten Schinken, welcher unter ähnlichen Bedingungen wie der Parmaschinken hergestellt wird. Die Reifezeit des Schinkens beträgt etwa 16 Monate.

 

Rezeptvorschläge & Genusstipps

Bereits pur ist Parmaschinken ein echter Genuss! Ob einfach zu einem guten Glas Wein und ofenfrischem Brot mit Butter oder einer kleinen Antipasti-Variation – auch ohne aufwendige Rezepte und in der kalten Küche stielt Parmaschinken seinen weniger hochwertigen Verwandten schnell die Show.

parmaschinkenDer absolute Klassiker, wenn es um Parmaschinken geht, ist neben seinem Einsatz als Pizzabelag vor allem die beliebte Vorspeise mit Melone, um welche er gewickelt wird. Hierfür können verschiedene Melonensorten zum Einsatz kommen, zum Beispiel Honig-, Galia- oder Cantaloupe-Melone. Auch kann die Vorspeise um Grissini oder frisches Brot ergänzt oder in Form eines Salates, etwa mit einem Honig-Dressing, serviert werden.

Und nicht nur Melone harmoniert perfekt mit dem würzigen Schinken – auch andere Obstsorgen, wie etwa exotische Mango oder herbstlich-süße Feigen passen perfekt zu seinem herrlichen Aroma.

Auch in der warmen Küche sind die Verwendungsmöglichkeiten von Parmaschinken nahezu unbegrenzt: ob Pizza oder Pasta, Suppe oder Salat, Spargel oder Rucola – sie alle profitieren von seinem würzigen Geschmack. Besonders beliebt sind in Italien auch Panini (belegte Brote) mit Parmaschinken und/oder Käse.

Im Anschluss findest du vier leckere Rezepte mit dem wohl beliebtesten Schinken der Welt – von sommerlich-leicht bis cremig und von knusprig bis zart! Guten Appetit!

 

Sommerlicher Salat mit Parmaschinken, Burrata und Mango

Zutaten für 4 Personen:

  • 200g gemischter Salat (Baby Spinat, Rucola und Ähnliches)
  • 1 reife Mango
  • ½ Gurke
  • 8 Cocktail-Tomaten
  • 250g Burrata
  • 200g Parmaschinken (in Scheiben)

Für das Dressing:

  • 4 EL Olivenöl
  • 3 EL weißen Balsamico
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

  1. Den Salat waschen und gut schleudern. Mango und Gurke würfeln. Die Cocktailtomaten vierteln. 
  2. Aus Olivenöl, dem weißen Balsamico sowie Salz und Pfeffer das Dressing rühren.
  3. Parmaschinken würfeln, Burrata in Scheiben schneiden.
  4. Salat, Mango, Gurke und Tomate auf vier Salatteller oder Schälchen verteilen und mit dem Dressing mischen.
  5. Parmaschinken und Burrata darauf verteilen. 
  6. Buon Appetito!

Genuss-Tipp: Zu unserem sommerlichen Salat passen ofenfrisches Ciabatta oder geröstete Pinienkerne.

Genießer-Auflauf mit Pasta und Parmaschinken

Zutaten für 4 Personen:

  • 500g italienische Pasta (kleine Sorten, wie z.B. Fusilli oder Rigatoni eignen sich am besten)
  • 100g Baby Spinat (aufgetaut)
  • 4 große Tomaten
  • 100g Parmaschinken (in Scheiben)
  • 200g geriebenen Gouda (mittelalt)
  • 100 ml Milch
  • 200g Sahne
  • 4 EL Pesto Rosso
  • Salz und Pfeffer
  • Fett für die Form

Zubereitung:

  1. Nudeln nach Packungsanweisung kochen und beiseite stellen.
  2. Backofen auf 180° C (Umluft) vorheizen.
  3. Tomaten vierteln, das Innere entfernen und würfeln. 
  4. Schinken würfeln.
  5. Sahne, Milch und Pesto verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  6. Nudeln, Baby Spinat, Tomatenwürfel und Schinken mit der Sahnesoße vermischen.
  7. In eine gut gefettete Auflaufform geben. 
  8. Den Auflauf großzügig mit dem Käse bestreuen.
  9. Für etwa 30 Minuten garen.
  10. Buon Appetito!

Genuss-Tipp: Dazu passt ein frischer, grüner Salat!

Ziegenkäse-Röllchen mit Parmaschinken

Zutaten für 4 Personen:

  • 2 Packungen Ziegenkäse (gerollt)
  • 4 Scheiben Parmaschinken
  • Öl zum Braten 
  • Pfeffer

Zubereitung:

  1. Den Ziegenkäse in 6-7 cm lange, „röllchenförmige“ Stücke schneiden – je nach Wunschgröße 4-8 – und mit etwas Pfeffer würzen.
  2. Die fertigen Röllchen in Parmaschinken einwickeln (bei 8 Röllchen die Schinkenscheiben halbieren) und mit Zahnstochern fixieren.
  3. Das Öl in einer Pfanne erhitzen und die Röllchen hineingeben.
  4. Leicht braun anbraten und am besten sofort servieren.
  5. Buon Appetito!

Genuss-Tipp: Die Ziegenkäse-Röllchen besonders gut auf grünen oder gemischten Salaten, als Antipasti zu mariniertem Gemüse oder einfach zu ofenfrischem Ciabatta.

Feine Erbsensuppe mit Parmaschinken

Zutaten für 4 Personen:

  • 250g Erbsen
  • 1 Zwiebel
  • ½ L Gemüsebrühe
  • 300 ml Sahne
  • 100g Parmaschinken
  • 6 EL Öl
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

  1. Öl in einem Topf erhitzen. Die Zwiebel fein würfeln und im Öl glasieren lassen
  2. Die Erbsen kurz dazu geben und alles mit der Gemüsebrühe ablöschen.
  3. Parmaschinken in Streifen schneiden.
  4. Öl in einer Pfanne erhitzen und den Parmaschinken kross anbraten.
  5. Nach etwa 10 Minuten die Sahne dazu geben und die Suppe pürieren.
  6. Die Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  7. Suppe in 4 Suppenteller füllen und mit dem gebratenen Parmaschinken toppen.
  8. Buon Appetito!

Genuss-Tipp: Mit frischem Ciabatta oder Baguette servieren!